Klein aber mit den Features einer großen DSLR, dass möchte die neue Canon EOS M sein. Früher nannte man diese Kameras noch Bridge-Kamera, heutzutage heißt die Kameraklasse zwischen Kompaktkamera und DSLRs Systemkamera. Canon hat lange gezögert, aber nun steigen die Japaner mit der neuen EOS M in auch in dieser Klasse ein und wollen neue Canon-Fans erobern. 

Endlich ist die Canon EVIL-Kamera als Realität geworden und trägt nun den Namen EOS M. Als letzter namenhafter Kamerahersteller traut sich Canon nun in den Markt der Systemkamera ohne Spiegel. In der Welt der Systemkameras tummeln sich schon namenhafte Hersteller wie Sony mit der NEX-Serie, Panasonics G-Serie, Olympus mit seiner PEN-Serie und schlussendlich Nikon mit den beiden Nikon-1-Modellen J1 und V1. Aber wie in der Automobilbranche muss der letzte nicht unbedingt auch der schlechteste sein. VW hat das schliesslich mit dem Tiguan bewiesen.

Technisch gesehen ist die EOS M eine EOS 650D im kompakten Gehäuse, ohne Spiegel und optischen Sucher, dessen Fokus laut Canon im Videobereich liegen soll. Deshalb hat man der EOS M wohl auch keinen integrierten Blitzlicht verpasst und „normale“ EF Objektive können nur mit dem optionalen Adapter verwendet werden. Die EOS M Objektive, am Anfang gibt es das 22mm Festbrennweiten Objektive und ein 18-55mm f/3.5-5.6 Zoomobjektiv verfügen über die neuen Stepmotoren. Diese Motoren sollen im Zusammenspiel mit dem Hybrid Fokus für einen gleichmässigen „Follow Focus“ sorgen. Canon setzt beim Autofokus nicht nur auf den von DSLR bekannten Kontrastfokus, sondern kombiniert diesen mit der Phasenfokus Technologie. Auch Sony setzt schon bei seinen Alpha Modellen den schnelleren Phasenfokus ein. Einen Vergleich der beiden Systeme habt ihr in meinem Selbsttest mit der Sony Alpha 57 und der Canon EOS 650D schon sehen können.

Die weiteren Eckdaten der Canon EOS M gleichen der EOS 650D bis auf kleinere Abweichungen. Der Sensor, ein APS-C-Sensor mit 18 Megapixeln bei einer Lichtempfindlichkeiten zwischen ISO 100 und 25.600, und auch der DIGIC-5-Prozessor wurden von der großen Schwester, der EOS 650D entnommen.

Die Kamera ist in einem Metallgehäuse untergebracht verfügt nur über sehr wenige Tasten. Mehr ist auch gar nicht notwendig, da die EOS M über einen 3 Zoll großen festverbauten Touchdisplay verfügt. Leider hat die EOS M keinen integrierten Blitz, aber dafür gibt es von Canon als Zubehör Aufsteckblitze der Speedlite-Serie, die man mit der Systemkamera verwenden kann.

Die EOS M erscheint in den Farben Schwarz, Silber und Rot uns soll  ab September 2012 in den Handel kommen. Zusammen mit dem Zoomobjektiv EF-M 18-55mm soll die EOS M laut Canon rund 850 Euro kosten.

Quelle: Blog.getgoods.de / Bildquelle: Canon Deutschland