Meine Finger sind eiskalt. So eiskalt, dass ich das Display meines Telefons kaum bedienen kann. Multi-Gesten-Bedienung, dass ich nicht lache! Wenn ich nur eine Geste sauber hinbekommen würde, wäre mir schon geholfen.

Ich habe ein neues Telefon, ein HTC HD7 Trophy. In diesem Augenblick hätte ich gerne mein altes Motorola Q9 wieder zurück, oder aber das Motorola FlipOut dabei, wochentags aus beruflichen Gründen als Zweittelefon immer dabei. Doch eine Bedienung dieses HD7-kapazitiven Displays mit Handschuhen ist nunmal nicht möglich, es hat zwar vieles, aber eine echte Tastatur hat das Gerät eben nicht.

Doch ich möchte nicht unfair sein. Das ist auch der Grund, warum ich einen Test über das Telefon erst jetzt schreibe, knapp einen Monat, nachdem ich das Gerät in Betrieb genommen habe. Was helfen alle Lobbekundungen über Design, Verarbeitung und Anmutung, wenn Akkulaufzeit und Software nicht den Ansprüchen genügen? Und umgekehrt kann auf viel Schnick-Schnack verzichtet werden, wenn das HD7 endlich die mobile Arbeit ermöglicht, die ich mir immer gewünscht habe.

Die Inbetriebnahme des Geräts war extrem einfach: SIM-Karte einlegen, einschalten und alles ging von mehr oder minder alleine. Besonders online war ich sofort und heilfroh, eine Flatrate für Datenverbindungen auf meiner SIM-Karte zu haben. Niemals – so empfehle ich – sollte das Telefon ohne eine Flatrate auch nur angeschaltet werden. Mit Flatrate allerdings geht alle rapide einfach, die Einstellung des APN ist optional, ganz offensichtlich holt sich das Telefon die Standard-Daten von der SIM-Karte. Gerade für Leute, die nicht wissen, was ein APN ist, kann das hilfreich sein.