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Posted 1. September 2010 by Shu in Artikel
 
 

Test: Jabra Cruiser

jabra-cruise-car
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Was macht man nur, wenn keine Freisprecheinrichtung im Auto hat und auch kein Headset im Auto verwenden will? Dann greift man zu einer portablen Freisprecheinrichtung! Jabra hat mit dem Cruiser ein sehr interessantes Produkt im Portfolio.

Telefonieren im Auto wird heutzutage mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg belohnt. Deshalb und auch zum Schutz der anderen Strassenteilnehmer und auch sich selbst sollte man im Auto eine Handsfree Lösung zum telefonieren verwenden. Wer ein Auto besitzt, dass keine Freisprecheinrichtung eingebaut hat, muss entweder eins teuer nachrüsten, zu einem Headset greifen, oder aber zu einer Plug and Play Lösung greifen. Sehr lange habe ich mit einem Headset im Auto telefoniert. Aber das hatte auch seine Nachteile gehabt. Nicht immer hat man das Headset schon auf und muss zwangsläufig während der Fahrt es aufsetzen. Nicht unbedingt ratsam.

Suche nach der besten Lösung

Besser sind rein persönlich finde ich die portablen Bluetooth Freisprecheinrichtungen am besten. Zum einen sind sie gegenüber festmontierten Lösungen wesentlich günstiger und man es auch in anderen  Fahrzeugen, z.B. im Urlaub verwenden. Die meisten günstigen portablen Freisprecheinrichtungen, die ich mir angeschaut habe, gegeben den Sound nur über den eingebauten Lautsprecher aus. Für die meisten Fälle reicht das auch vollkommen aus. Will man aber auch die MP3s auf dem Handy während der Fahr geniessen, oder die Sprachführung der Navigationsanwendung des Handys hören, dann reicht der kleine Lautsprecher nicht aus. Deshalb sollte man ruhig ein paar Euro mehr investieren und eine mit FM-Transmitter sich zulegen.

Ein weiteres Kriterium war der integrierte Akku. Ich wollte keine Freisprecheinrichtung, dass permanent am Zigarettenanzünder hängt, da dieser schon belegt war vom iPhone Ladegerät. Schlussendlich landete ich beim Jabra Cruiser, der alle meine Bedürfnisse abdeckte.

Ausgepackt & erster Probelauf

Das Jabra Cruiser kommt in einer typischen Jabra Verpackung in Schwarz-Gelb daher. In dieser befinden sich das Jabra Cruiser, ein USB-Kabel und das Ladegerät für den Zigarettenanzünder. Ein Ladegerät für den heimischen Gebrauch wird nicht mitgeliefert. Aber mit dem USB-Kabel kann das Jabra Cruiser am PC oder Laptop aufgeladen werden.

Die Bedienung ist sehr simple: einfach anschalten und schon startet der Cruiser im Bluetooth Pairing Mode und weist den Benutzer per Sprachanweisung auf das Handy mit der Freisprecheinrichtung zu koppeln. Gesagt getan und nach kurzer Wartezeit waren beide Geräte miteinander verbunden. Will man nun telefonieren, dann wählt man am Handy die Telefonnummer und schon kann man freihändig mit seinem Gesprächspartner sprechen.

Nun war es an der Zeit, die Tasten für die Mediensteuerung zu testen. Es war erstaunlich, dass sowohl die Play- als auch beide Skip-Tasten mit meinem iPhone 4 funktionierten. Einige Stereo Bluetooth Headsets mit entsprechenden Tasten können das nicht einwandfrei.

Ab ins Auto!

Nach dem ersten Funktionstest zu Hause, ging es nun ab ins Auto. Das Jabra Cruiser lässt sich mit dem auf der Rückseite vorhandenen Bügel leicht an der Sonnenblende anbringen. So angebracht sind beide Mikrofone auch auf den Fahrer ausgerichtet. Alle Tasten lassen sich leicht auch ohne hinschauen bedienen.

Auch wenn der im Cruiser verbaute Lautsprecher für die meiste Zeit ausreicht, so ist es doch komfortabler den integrierten FM-Transmitter zu verwenden. Wieso? Ganz einfach, man versteht den Gesprächspartner noch besser und der Musikgenuss ist um Welten besser. Einziger Nachteil: der Lieblingsradiosender kann so nicht genossen werden. Bei jedem Telefonat müsst man sonst auf den auf den Cruiser eingestellten Sendeplatz wechseln und dann das Gespräch annehmen. Sicher, nach einiger Zeit kann der Mensch auch diese Schritte automatisieren, aber es ist ein Schritt mehr.

Fazit:

Jabra hat es hinbekommen und mich überzeugt. Der Cruiser ist einfach simple zu bedienen und funktioniert erstklassig. Keiner meiner Gesprächspartner hat sich wegen schlechter Verständigung beschwert. Der Akku hält erstaunlich lange. Nach einer Woche erst musste ich das Gerät aufladen. Es gibt natürlich auch Nachteile, aber die sind nicht Jabra Cruiser spezifisch, sondern gelten auch für ähnliche Geräte anderer Hersteller. Ein privates Gespräch ist mit einer Freisprecheinrichtung nicht möglich. Die anderen Personen im Auto hören alles mit.

Parallel Radio hören und Soundausgabe des Cruisers über den FM-Transmitter ist auch nicht möglich. Man muss sich entscheiden will ich Radio während der Fahrt hören, dann muss man den internen Lautsprecher des Jabra Cruiser verwenden. Will man aber die MP3s genießen, dann aktiviert den FM-Transmitter und genießt die bessere Soundausgabe über die Lautsprecher des Autos.

Insgesamt kann man den Cruiser von Jabra nur empfehlen. Die knapp 70,- Euro sind sehr gut angelegt und rentieren sich schon nach zwei allgemeinen Fahrzeugkontrollen der Polizei. :)

Hersteller Website: Jabra


Shu

 
Tech-Journalist, Blogger, Social Media Manager und digitaler Nomade. Ein wenig Apple vernarrt, aber auch offen für andere Plattformen & Ökosysteme.