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Posted 25. Juni 2012 by Shu in Hardware
 
 

Test Logitech Cube – Kleine eckige Maus für Unterwegs

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Wie kann man eine Computermaus eigentlich noch verändern? Geht das überhaupt? Logitech meint, dass es geht und zaubert mit der Cube-Maus ein interessantes, aber auch sehr ungewöhnliches Eingabekonzept für PC und Notebook. Die Form erinnert etwas an ein kleines eckiges Feuerzeug oder einer Maoam Packung. Logitech schickte mir die kleine Mini-Maus nach Hause so dass ich diese ausprobieren konnte.

Schon beim Auspacken waren die Augen meiner Freundin neugierig auf die Verpackung gerichtet. Größer wurden die Augen, als ich aus der schicken Verpackung den kleinen eckigen Logitech-Nager hervorzog. Die erstaunte Frage „was ist denn das für ein Ding?“ hörte ich von nun an immer wieder. Jedes mal wenn ich den Cube von Logitech aus der Tasche zog, stellte mein Umfeld mir diese Frage. Immer wieder musste ich erklären, dass es sich um eine Computer-Maus handelte.

Im Wesentlichen besteht die Cube-Maus besteht aus einer berührungsempfindlichen Oberseite, die auch gleichzeitig als physikalische Maustaste dient. Je nachdem wo man drückt, so löst man entweder ein Rechtsklick (Mitte) oder einen Linksklick (Vorne) aus. Um zu scrollen, muss man nur über das Touchfeld streicheln.

Auf der Rückseite der Cube-Maus befindet sich dann noch ein Ein- und Aus-Schalter, flankiert von einem Micro-USB-Port. Über diesen lässt sich die Cube-Maus dann auch per sehr kurzem, im Lieferumfang enthaltenen Micro-USB-Kabel laden. Auf der Unterseite befindet sich dann der kleine Laser-Sensor. Mehr braucht man beim Cube nicht.

Praxistest – Gaming verboten, präsentieren erwünscht

Puuhhh….es ist echt anstrengen, wenn man die Cube-Maus als alltägliches Arbeitsgerät einsetzen will. Schon nach 5 Minuten nimmt die Hand eine seltsame, verkrampfte Haltung an. Diese Maus ist einfach nicht ergonomisch geformt. Meine Hände sind nicht mal groß, wenn ich mir vorstelle, dass es viel größere Hände gibt, dann möchte ich nicht deren Handhaltung nach fünf Minuten Cube-Maus-Einsatz sehen.

Aber man muss der Cube-Maus bescheinigen, dass diese tabdelos funktioniert. Linksklick, Rechtsklick, scrollen und Mauszeiger bewegen, alles funktioniert einwandfrei. Zum zocken ist die Cube-Maus aber nicht gemacht. Die Form und auch die Geschwindigkeit der Maus ist nicht dafür gedacht.

Im Geschäftsalltag, kann sich die Maus aber etablieren. Wer mit seinem Notebook oft unterwegs ist und dabei ab und an Mails checkt, bei Terminen Präsentationen, der könnte sich in die Cube verlieben. Die Cube-Maus nimmt in der Laptop-Tasche kaum Platz weg und außerdem spendiert Logitech der Cube auch noch einen ansprechenden „Twist“. Für Präsentationen hebt man die Cube von der Oberfläche auf und der Präsentationsmodus wird automatisch aktiviert. Jetzt kann man in der Präsentation weiter blättern, in dem man die einfach einen Mausklick auslöst. Eine Seite zurück springen geht auch. Maus umdrehen, so dass der Laser nach oben zeigt und wieder mit einem Klick bestätigen. Schwupps ist man eine Präsentationsseite nach hinten gesprungen. Schade nur, dass Logitech dann nicht noch einen Laserpointer integriert hat.

Fazit:

Logitech hat es tatsächlich geschafft mit Cube einen Hingucker auf den Markt zubringen. Aber für einen normalen Computer-Maus-Alltag ist der Cube nicht geeignet. Nach wenigen Minuten verkrampft man und sucht schnell nach einer klassischen Maus. Als Präsentationswerkzeug kann man den Cube noch verwenden, aber auch hier hatte Logitech in der Vergangenheit schon bessere und vielseitigere Produkte wie die Logitech MX Air Rechargeable Cordless Air Mouse. Knapp 70 Euro will Logitech für die Cube-Maus haben, die kann man besser in eine hochwertige, mobile und vielseitigere Computermaus investieren.


Shu

 
Tech-Journalist, Blogger, Social Media Manager und digitaler Nomade. Ein wenig Apple vernarrt, aber auch offen für andere Plattformen & Ökosysteme.