Die Gerüchteküche war dieses mal sehr treffsicher: ein neuer iPod shuffle, iPod nano und iPod touch. Dazu noch ein komplett neuer Ansatz um die heimischen TVs zu erobern. Und in iTunes 10 folgt man dem Trend des Social Networkings.

Bevor Steve Jobs zu den neuen Produkten und iTunes 10 kam, ließ er es sich nehmen auch noch ein paar Infos zu iOS 4.x loszuwerden. Für die vielen iPhone Nutzer versprach er beim nächsten Update die Probleme des Umgebungssensors und mit Bluetooth beim iPhone 4 behoben werden. Nutzer eines  iPhone 3G sollen nach dem Update wieder Freude an ihrem Gerät haben, weil es dann wieder schneller arbeitet. Zusätzlich wird das neue iOS 4.1 dem iPhone auch beibringen High-Dynamic-Range-Fotos (HDR) zu schießen. Hier bei werden Bilder automatisch aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt, um plastischere Bilder  zu erzeugen.

Auch das iPad wird wie versprochen auch ein neues Betriebssystem bekommen. Derzeit arbeitet Apple wiederum iOS 4.2 für das iPad. In dieser Version soll  erstmals drahtloses Drucken mit dem iPad möglich sein. Das iPad wird mit dem Update des Betriebssytems in der Lage sein Videos und Musik  auf das neue Apple-TV-Modell zu streamen. Die Technologie hat Apple ist schon aus den AirPort Express Stationen bekannt. In denen heißt es noch AirTunes, ab sofort wird es aber AirPlay genannt.  Natürlich lernt das iPad mit iOS 4.2 auch Mutitasking. Das Update soll im November erscheinen.

Viele bunte iPods

Der kleinste Sproß in der iPod Familie erhält wieder physische Knöpfe und erinnert an den iPod shuffle der zweiten Generation, nur etwas schmaler. Natürlich bekommt der shuffle auch ein paar neue Features spendiert. So unterstützt es nun Genius Playlists und dank VoiceOver liest es auch  weiterhin den Namen von Playlists vor. Apple gibt eine Batterielaufzeit von bis zu 15 Stunden an. Den iPod shuffle wird es nur mit 2-Gigabyte geben und wird für 49 Euro verkauft.

Spektakuläre sind die Änderungen beim iPod nano. Die Gerüchte hat fast alles vorausgesagt. Der kleine nano mutiert zu einem Mini iPod touch.  Das Gerät mit 3-mal-3-Zentimeter-Display verfügt erstmals über einen Touchscreen mit Multi-Touch-Unterstützung.Das Clickwheel ist also Geschichte beim iPod nano. Die Navigation erfolgt über entsprechend große Buttons auf dem Display und Wischen mit dem Finger, um zwischen Befehlsoptionen zu wechseln.Wer nun glaubt das alles über den Touchscreen gesteuert wird, der irrt. Die Lautstärker werden über physische Buttons geregelt.

Da der neue nano sehr klein geworden ist spendiert Apple diesem einen Clip zur Anbringung an Kleidung oder Trägern. Der nano versteht nun auch das Jogging-System Nike+ und es wird wohl ab nun häufig bei Joggern in Eurer Nachbarschaft zu sehen sein. Als Batterielaufzeit gibt Apple 24 Stunden an. Neben den verschiedenen Farbvariationen bietet Apple auch noch zwei Speichergrößen an 8 und 16 Gigabyte. Ersteres kostet 159 Euro, während für die 16-Gigabyte-Variante 189 Euro fällig werden.

Auch beim neuen iPod touch treffen die Gerüchte voll ins schwarze. Der neue iPod touch bekommt einen Touch iPhone 4: Retina Display, den Apple A4-Prozessor, einen Gyro Sensor und zwei Kameras mit FaceTime Unterstützung. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Gerät noch dünner geworden und soll eine Batterielaufzeit beim Abspielen von Musik von bis zu 40 Stunden haben. Bei den Speichergrößen ist alles beim alten geblieben: 8 Gigabyte für 229 Euro, 32 Gigabyte für 299 Euro  und 64 Gigabyte 399 Euro.

Ab nächster Woche sollen alle neuen iPods verfügbar sein. Vorbestellungen nimmt Apple ab heute entgegen.

iTunes 10 wird sozial

Neue iPods oder iPhones bedeuten meistens auch ein neues iTunes. So ist es nicht verwunderlich, dass Steve Jobs auch ein neues iTunes vorgestellt hat. Als erstes wird das neue Logo auffallen. Die CD ist im Logo verschwunden. Stattdessen sitzt die Note nun in einem blauen runden Icon. Ein neues Logo reicht aber nicht aus, also wurde die Benutzeroberfläche aufgeräumt um die Navigation durch die Musikbibliothek zu erleichtern.

Die eigentliche Neuerung nennt sich Ping. Wer mal wieder nach neuer Musik sucht, der kann das neue Apple-eigene soziale Netzwerk Ping bemühen. Ping ist das “Facebook und Twitter für iTunes”. Dort lassen sich die Profile von bestimmten Interpreten auswählen, woraufhin Apple Musik anhand dessen vorschlägt, was anderen Fans des jeweiligen Künstlers gefällt. Ping soll sich auch über die iOS-Geräte aufrufen lassen. Mal sehen ob die Nutzer auch wirklich Ping einsetzen.

Neuer Anlauf beim Apple TV

Das “One more thing…” ist diesesmal der Apfel für das Wohnzimmer: der Apple TV. Es ist nur hat nur noch ein Viertel der Größe des Vorgängers. Außerdem ist die neue Version schwarz. Eine Festplatte wird man im neuen Apple TV nicht mehr finden. Die Inhalte lassen sich stattdessen vom heimischen Rechner, iPad, iPhone, iPod oder direkt aus dem iTunes Store streamen. Leihfilme in SD-Qualität gibt es ab 2,99 € und in HD ab 3,99 €. Um den geliehenen Filme zu sehen hat man 30 Tage Zeit. Einmal gestartet, darf der Film in den nächsten 48 Stunden so oft angesehen werden wie man will. Der Preis liegt nun bei 119 Euro, der Vorgänger kostete noch stolze 299 Euro. Wie beim iPod nimmt Apple ab sofort Vorbestellungen entgegen, aber die Auslieferung in vier Wochen.